Oft stolpere ich bei meinen Recherchen zu aktuellen Gastro-Marketing-Trends über sehr interessante Artikel, bei denen ich meistens spontan sowas denke wie “Whow, das wäre auch was für die bei menümix aktiven Gastronomen und unsere Blog-Leser!”. Ich möchte euch diese Inhalte deshalb in Zukunft nicht mehr vorenthalten und werde sie – wenn ich darf – hier veröffentlichen. Den Anfang macht ein Beitrag von Dominik Böcker, der sich mit dem Umgang von Gastronomen mit Bewertungen bei Online-Branchebüchern befasst – und das am konkreten Beispiel des bekannten Portals Qype. (Keine Angst, das hier ist kein Werbe- oder SEO-Spam-Artikel!) Soviel vorab: Die folgenden Infos und Ansätze treffen Nagel wirklich auf den Kopf! Aber lest selbst…
Gerade für viele Gastronomen und Hoteliers ein rotes Tuch:
Das Bewertungsportal mit Sitz in Hamburg entscheidet nicht nur bundesweit, welche Locations zu empfehlen und welche zu meiden sind. Oder vielmehr dessen User, die mal mehr und mal weniger objektiv einen Betrieb nach persönlichen Kriterien aus,- und bewerten. Dass dieses Portal oftmals auch durch Unternehmensvertreter strategisch genutzt wird, um die eigenen Bewertungen in die Höhe zu treiben und die Konkurrenz zu diskreditieren ist ebenso bekannt.
Trotz dieses Wissens (auch seitens der User) sind vor allem, aber nicht ausschließlich, oben genannte Gastronomen und Hoteliers in der Pflicht dieses Kommunikations-Tool aktiv zu nutzen und das aus folgenden Gründen:
1) Es wird sowieso ÜBER Sie geredet, dann doch besser MIT Ihnen:
Das geredet / geschrieben wird kann man nicht vermeiden. Dann ist es doch besser, wenn dies dort passiert, wo Sie noch aktiv Einfluss nehmen und Sachverhalte ggf. korrigieren oder klar stellen können. Wenn Sie diese Chance verpassen, bleiben die veröffentlichten Bewertungen unkommentiert und ggf. unkorrigiert stehen und manifestieren sich so im Bewusstsein der User.
2) Bewertungen reduzieren Unsicherheiten beim User:
Gerade Kunden, die noch nie mit Ihrem Betrieb in Kontakt gekommen sind, suchen nach Mitteln und Wegen, um die eigene Unsicherheit bzgl. Ihres Unternehmens zu minimieren. Dazu bedienen Sie sich idealerweise an Bewertungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Bleiben diese aus, werden Bewertungen von Personen herangezogen, die sich zumindest für dasselbe Thema interessieren, vorzugsweise und vermehrt natürlich im Internet. Und da ist Qype als größte Bewertungsplattform in Deutschland nicht nur aus Suchmaschinen-Sicht nicht mehr wegzudenken.
3) Belohnen Sie Ihre Gäste:
Damit ist jetzt in erster Linie keine materielle Belohnung gemeint, sondern eine emotionale. Man muss die Erstellung einer Bewertung mal aus der Sicht eines Users sehen:
User machen sich zunächst einmal die Mühe etwas zu schreiben, egal ob positiv oder negativ. Diese „Mühe“ sollte seitens der Unternehmen belohnt werden, indem darauf reagiert wird. Sie werden sehen, die bloße Befassung mit dieser Bewertung verstärkt den positiven bzw. schwächt den negativen Eindruck über Ihr Unternehmen. Der User fühlt sich ernstgenommen und sein Anliegen wird seriös behandelt. Allein diese Tatsache rückt Sie in ein positiveres Licht.
4) Positive Verstärkung ist nachhaltiger als negative Verstärkung
Diesen Effekt aus der Verhaltensbiologie und Psychologie kann man nutzen, um positive Erfahrungen mit Ihrem Unternehmen zu verstärken und sie so im Bewusstsein der User zu verfestigen.
Also nicht nur, wie es so oft praktiziert wird, bei negativen Kommentaren zu reagieren, sondern auch bei positiven. Glauben Sie mir, es lohnt sich!
Ein oftmals verbreiteter Irrglaube im Zusammenhang mit Qype ist, dass „die Leute eh nur was Negatives schreiben und wenn etwas gut war, wird darüber nicht gesprochen“.
Das stimmt nicht.
Bei Qype gibt es im Mittel genauso viele positive wie negative Bewertungen, so dass dieses Argument nicht herangezogen werden kann.
Eine weitere Taktik, die gern im Zusammenhang mit Qype genutzt wird, ist die einfache Ausblendung dieser Plattform. Wenn ich mich als Unternehmen nicht aktiv auf Qype bewege und Kommentare einfach ignoriere, wird es keine Auswirkungen auf mein Geschäft haben. Nach dem Motto: “Wenn ich meine Augen schließe, sieht man mich nicht“, ist diese Taktik von vorneherein zum Scheitern verurteilt.
Also liebe Unternehmen denkt daran:
Sie können nicht, nicht kommunizieren und die Meinungen über Ihr Unternehmen werden so oder so verfasst, ob sie wollen oder nicht.
Sie können nun an diesem „Spiel“ teilnehmen und aktiv mit Ihren Kunden kommunizieren oder sie können es weiterhin ignorieren und sich dann im Nachhinein wundern, warum Ihnen die Kundschaft ausbleibt.
Jetzt sind Sie am Zug!
Der Autor
Dominik Böcker ist Gründer der PIER 42 – Medienagentur Hamburg und Spezialist für individuelles, kreatives und nachhaltiges Social Media Marketing mit den Schwerpunkten Gastronomie, Hotelerie und Dienstleistungen im B2C Sektor.
Wer hier hin und wieder vorbeischaut weiß: Am Thema Social Media – sprich neumodischem Kram wie Facebook und Twitter – kommen auch Gastronomen langsam aber sicht nicht mehr vorbei. Alte Säcke wie ich können das zwar nur schwer nachvollziehen, nachweislich verbringen aber viele (potenzielle) Gäste einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit (oder Arbeitszeit…) bei Facebook. Für den gewieften Restaurantinhaber ist nun also eine gute Zeit, seinen Marketing-Mix entsprechend anzupassen.
Wie? Zum Beispiel mit einer eigenen Facebook-Fanseite für das Restaurant oder die Kantine. (Keine vorhanden? Facebook-Seite einrichten)
Natürlich dürfen auf der Facebook-Seite auch die aktuellen Mittagstisch-Angebote nicht fehlen. Damit für die Pflege der Daten keine wertvolle Zeit verplempert werden muss, habe ich heute wieder ein Schmankerl im Angebot: Mit der neuen menümix-App für Facebook können die bei menümix eingestellten Tages- und Wochengerichte automatisch in deine FB-Seite eingebunden werden. Zeitaufwand: Einmalig zwei Minuten! So einfach geht das:
- bei Facebook einloggen
- bei menümix einloggen
- zu “Mein Benutzerkonto -> Facebook” wechseln
- Installations-Link anklicken, Seite auswählen, bestätigen, fertig!
Nach der Installation finden die Besucher und Fans der FB-Seite unter “Mittagstische” einen eigenen Reiter mit den aktuellen Angeboten. Ein Beispiel wie das aussehen kann ist auf der menümix-FB-Seite zu finden. Die Daten müssen natürlich wie gehabt nur einmal bei menümix eintragen, die Verteilung über die verschiedenen Kanäle (Web- und Mobil-Portal, iPhone-App, android-App etc. und jetzt auch Facebook) erfolgt vollautomatisch.
Was kostet das Ganze? NICHTS! So ist das eben bei menümix!
Mahlzeit!
Euer Metti
Für TYPO3 haben wir eine Extension erstellt, mehr Infos und Download im TER-Repository.
Das Modul kann ohne weitere Modifikationen direkt in der eigenen TYPO3-Seite verwendet werden. Es ist aber auch möglich ein eigenes Template und Typoscript zu verwenden und die Ausgabe komplett an die eigenen Wünsche anzupassen.
Die neue Version 1.2.0 des menümix-API-Kits zum Zugriff auf menümix ist ebenfalls erschienen und unter dev.menuemix.de für Entwickler zugänglich.
Wer heute ein Restaurant nur noch im klassischen Sinne führt, muss damit rechnen, dass mancher Tisch und damit auch die Kasse oft leer bleibt. Um diese Ausfälle zu kompensieren und mit der Konkurrenz mithalten zu können, ist es wichtig, die modernen Möglichkeiten der Vermarktung und des Vertriebs auszuschöpfen. Um das Internet kommt also kaum ein Restaurantbetreiber mehr herum. Nicht nur eine Homepage mit Informationen, einem Eindruck der Räumlichkeiten und eventuell sogar einer Reservierungsmöglichkeit ist unabdingbarer Bestandteil des öffentlichen Auftritts eines Restaurants, auch Lieferservices werden immer beliebter – und notwendiger. In ruhigen Zeiten schließen sie die Gästelücke und schaffen gleichzeitig ein zweites Standbein mit den so unsichtbaren wie zahlreichen potentiellen Kunden aus dem Netz.
Wer sich bspw. für einen Pizza-Lieferservice entscheidet, muss eine ansprechende Oberfläche anbieten. Sie sollte gut sortiert und simpel in der Bedienung sein. Je übersichtlicher das Angebot und je einfacher die Bestellbarkeit einer Speise, desto höher die Wahrscheinlichkeit für eine schnelle Entscheidung des Kunden. Als zusätzlicher Anreiz sollten Boni für eine größere Bestellung oder ein Mindestbestellwert eingerichtet werden, um die Kosten zu decken.
Nach der Bestellung beginnt jedoch für das Restaurant die eigentliche Arbeit: Die Betreiber müssen sicher stellen, dass die Online-Bestellungen auch zeitnah ausführbar und lieferbar sind. Dazu gehört eine gute Ausstattung des Restaurant und des Fuhrparks, genügend verwertbare Ware, und schnelles und zuverlässiges Personal – im Innen- wie im Außendienst. Denn das online-Angebot ist nur so gut wie das reale Restaurant dahinter. Es funktioniert nur, wenn der Kunde nicht lange auf seine Bestellung warten muss und auch etwas Ansehnliches und Schmackhaftes geliefert bekommt. Denn nichts ist leichter, als im Netz die Kunden wieder zu verlieren. Im Zweifel sorgen Bewertungs- und Empfehlungsplattformen dafür. Schlecht bedient wird das Netz also schnell zum Fluch statt zum Segen.
Wichtig ist jedoch auch die Administration des Online-Lieferdienstes: Die Plattform sollte aktuell sein und durch einen Administrator funktionsfähig gehalten werden. Bei Speisen sind klare Bilder mit frischen Zutaten und einer ansprechenden Präsentation wichtig, denn hier isst das Auge mit, BEVOR das Gericht auf dem Teller landet.
Und wer weiß – vielleicht sitzt der online-Gast beim nächsten Mal ja am realen Tisch des Restaurants.
























